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Andrea Hartmair: „Mit interner Kommunikation säe ich den Samen für die satte Ernte.”

Die Einreichungsphase für den INKOMETA Award 2026 hat begonnen. Im Vorfeld der Nominierungen lassen wir INKOMETA Fachjurysprecherin Andrea Hartmair von WORT+MARKE in unserem Format „Im Gespräch mit…” zu Wort kommen.

Was hat Dich persönlich daran gereizt, Teil der INKOMETA-Fachjury zu werden – und worauf freust Du Dich in dieser Rolle besonders?
Seit meiner Jugend liebe ich das Schreiben, habe im Schwerpunkt Journalismus studiert und viele Jahre Kommunikationsteams und -projekte geleitet. Meine Leidenschaft sowie mein täglicher beruflicher Fokus liegen bis heute in der Kommunikation. Für einen der bedeutendsten Kommunikationsawards als Mitglied der Fachjury mit bewerten zu dürfen, wer und welche Projekte der IK besonders kraftvoll, relevant und strategisch wertvoll sind, ist für mich nach jahrzehntelanger Erfahrung in der Kommunikation extrem reizvoll. Vor allem freue ich mich auf die unterschiedlichen Projekte – bei denen nicht der erste Eindruck, sondern ihr Tiefgang und ihre Wirkung entscheiden.

Welche Bedeutung hat Interne Kommunikation aus Deiner Sicht heute für Unternehmen – gerade im Zusammenspiel mit Führung und Unternehmenskultur?
Interne Kommunikation ist aus meiner Sicht für jedes Unternehmen die Basis jeder weiteren Aktivität – in jedem Geschäftsbereich. Wer zuerst extern kommuniziert, riskiert einiges. Wer denkt nicht zu kommunizieren, kommuniziert trotzdem. Wer intern schlecht kommuniziert, verliert unter anderem Vertrauen, Motivation und Erfolg. Vor dieser nicht endenden Reihe an Tatsachen, wird klar, welchen Stellenwert Interne Kommunikation hat.
Die Vorreiter sind dabei die Führungskräfte. Hier braucht es Klarheit, Kompetenz und Mut, um sichtbare Erfolge zu erzielen. Gelingt diese Aufgabe, liegt in der internen Kommunikation eine enorme Kraft, wie bereits in vergangenen Jahren Gewinner und Gewinnerinnen des INKOMETA Awards zeigten. Authentische interne Kommunikation wirkt zudem wie eine Batterie für eine starke Unternehmenskultur. Gerade in volatilen Zeiten sorgt diese für ein unsichtbares Band zwischen Mitarbeitenden und Unternehmen – sie wird zum Alleinstellungsmerkmal oder zum Synonym für “the place to be”.

Du hast auch gerade zu KMUs besondere Expertise: Was sind aus Deiner Sicht die besonderen Stärken – aber auch die typischen Herausforderungen – der Internen Kommunikation im Mittelstand?
Häufig sind KMUs aus ihrer Historie und durch ihre Struktur kommunikativ durchmischter. Man kennt sich oft schon viele Jahre, Kommunikation findet sehr persönlich, über Meetings und den Feierabend hinaus, statt. Viele fühlen sich mit ihrem Arbeitgeber besonders verbunden – gerade in Familienunternehmen – die Offenheit und das Miteinander sind häufig im positiven Sinne stark ausgeprägt.
Die Herausforderungen gehen damit einher: Kommunikationsstrategien, -prozesse oder gar Expert*innen für Kommunikationsthemen sind teilweise nicht oder nur fragmentär vorhanden. Es wird viel ausprobiert, aber nicht professionell umgesetzt. Kommunikation kann scheinbar jeder, doch von der Führung bis zum Azubi entscheidet doch häufiger der Bauch als ein klares Konzept. Entsprechend viel ungenutztes Potenzial schlummert in diesen Unternehmen. Denn wie schon gesagt, mit interner Kommunikation säe ich den Samen für die satte Ernte. In anderen Worten: ohne zielgruppenorientierte Kommunikation und klaren Botschaften – intern wie dann auch extern – werde ich immer unter meinen Möglichkeiten bleiben, selbst wenn es schon gut zu laufen scheint.

Wie kann Interne Kommunikation dafür sorgen, dass Werte, Haltung und Diversität nicht nur „schöne Worte“ bleiben, sondern echte Wirkung entfalten – gerade wenn wirtschaftlicher Druck hoch ist?
Indem man Werte, Haltung und Diversität erlebbar macht und fest in den beruflichen Alltag integriert. Das gelingt nicht nur mit “schönen Worten”, das passiert auch nicht über Nacht. Die Wirkung entfaltet sich kontinuierlich, wenn sie von der Geschäftsführung und dem Management voller Überzeugung täglich vorgelebt und in jedes Team hineingetragen wird. Langfristige Kontinuität, echte Erlebnisse und ein gemeinsames Verständnis sind dabei essenziell.
In wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten bieten starke und v.a. verständlich definierte Werte sowie klare Haltung den Mitarbeitenden Sicherheit, Orientierung und Nähe. Dadurch unterstützen und stärken Unternehmen ihre Teams in ihrem Handeln und Wirken. Und – gut gemacht – gestalten sie so aus ihrer inneren Stärke heraus gemeinsam eine erfolgreiche Zukunft.

Was inspiriert Dich persönlich an guter Kommunikation – und was möchtest Du als Jurymitglied bei INKOMETA besonders fördern oder sichtbar machen?
Mich inspiriert besonders, wenn Kommunikation lange in Erinnerung bleibt, verständlich und greifbar ist. Je nach Thema und Medium darf sie mich auch fesseln, begeistern oder schlichtweg bestmöglich informieren.
Ich möchte der Jury des INKOMETA Awards eine Stimme geben – insbesondere für jene IK-Projekte, die nicht aus DAX-Konzernen stammen, aber nicht weniger innovativ und wirkungsvoll sind. Praxisnah, unternehmerisch gedacht – und mit echtem Gespür dafür, was IK in der Realität leisten muss.


Der INKOMETA-Award setzt sich zum Ziel, gelungene Arbeiten aus der internen Kommunikation zu präsentieren und zu prämieren. Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen, Organisationen und Agenturen aus dem deutschsprachigen Raum mit Projekten, die im Jahr 2024, 2025 oder 2026 finalisiert oder konzeptioniert wurden.

Weitere Informationen – unter anderem zur Jury, den Kategorien, zu den Teilnahmebedingungen und Terminen des INKOMETA-Awards – finden Sie auf www.inkometa.de.

Rückfragen bitte an:
Madlen Brückner
Mail: inkometa@scmonline.de
Tel.: 030-47989789

Über SCM:
Die School for Communication and Management (SCM) bietet Weiterbildungen im Bereich interne und externe Unternehmenskommunikation an. Darüber hinaus publiziert die SCM das Fachmagazin BEYOND und Fachstudien, realisiert mit thinkBEYOND einen Podcast und vergibt jährlich den INKOMETA-Award für herausragende Projekte der internen Kommunikation.