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Steffen Henke: “Wir machen es uns mitunter in der Nische zu gemütlich.”

Wir sprachen mit dem Finaljurysprecher des INKOMETA, Steffen Henke, in unserem Format „Im Gespräch mit …“, in dem er Einblicke in die Juryarbeit, seine Sicht auf wirksame interne Kommunikation und die aktuellen Herausforderungen der Disziplin gibt.

Du bist in diesem Jahr Sprecher der INKOMETA-Finaljury. Was verändert diese Rolle für dich persönlich und wie möchtest du die Arbeit der Jury prägen?
Ich freue mich sehr, dass mich die Jury in diesem Jahr zu ihrem Sprecher gewählt hat. Ich habe eine große Leidenschaft für interne Kommunikation – und die habe ich schon immer in die Arbeit der Finaljury eingebracht. Ich bin gespannt auf die Einreichungen und freue mich schon auf den Austausch mit wunderbaren Kolleginnen und Kollegen – am Ende vertritt der Sprecher dann das Ergebnis der gemeinsamen Diskussion.

Der INKOMETA versteht sich als „Härtetest“ für wirksame interne Kommunikation. Wie interpretierst du diese Verantwortung als Sprecher der Finaljury?
Das ist so: Der INKOMETA zeichnet sich durch einen ehrlichen peer-review Prozess aus. Wer einen Preis erhält, hat zwei unabhängige Gruppen von Kolleginnen und Kollegen von der Qualität seiner Arbeit überzeugt. Die Diskussionen in der Finaljury waren stets von Offenheit, Respekt und der Bereitschaft zur inhaltlichen Auseinandersetzung geprägt. Meine Rolle sehe ich darin, den Rahmen dafür zu schaffen.

Du bist seit vielen Jahren Teil der Jury: Woran erkennst du heute sehr schnell, ob interne Kommunikation wirklich wirksam ist und nicht nur gut gemacht?
In der Regel zeigt sich schnell, ob ein Projekt von Beginn an auf Wirksamkeit ausgerichtet war – oder vermeintliche Erfolgskennzahlen erst im Nachhinein angelegt wurden. Wen will ich erreichen? Woran zeigt sich, dass ich die Zielgruppe erreicht habe? Wie möchte ich messen? Wer sich diese Fragen von Anfang an stellt und kreativ umsetzt, kann beim INKOMETA weit kommen.

Was macht für dich eine gute Jurydiskussion aus und wo entstehen erfahrungsgemäß die spannendsten Kontroversen?
Besonders spannend ist der unterschiedliche Background in der Jury. Ob Konzern, Mittelständler, Agentur oder Universität: jeder bringt seine Perspektive und Prioritätensetzung ein – und die kann manchmal durchaus unterschiedlich sein. In diesen Diskussionen habe ich selbst schon am meisten gelernt. Persönlich schaue ich in den Einreichungen auch immer nach dem kreativen oder innovativen Moment: was hat man so noch nicht gesehen? Zu überraschen ist aus meiner Sicht ein wichtiger Erfolgsfaktor interner Kommunikation.

Was wäre aus deiner Sicht das größte Missverständnis darüber, was „gute interne Kommunikation“ heute leisten kann und was eben nicht?
Ich glaube, interne Kommunikation kann viel mehr leisten, als man ihr gemeinhin zutraut. Für mich ist interne Kommunikation eine strategische Führungsfunktion und kein „nice to have“. Hier sehe ich allerdings noch Entwicklungsbedarf in der Disziplin. Wir machen es uns mitunter in der Nische zu gemütlich, anstatt Antworten auf die Fragen der Zukunft zu finden: Wodurch schaffen wir (welchen?) Wert für die Organisation? Wie stellen wir sicher, dass wir die notwendigen Kompetenzen entwickeln? Da gibt es noch einiges zu tun.


Der INKOMETA-Award setzt sich zum Ziel, gelungene Arbeiten aus der internen Kommunikation zu präsentieren und zu prämieren.

Weitere Informationen – unter anderem zur Jury, den Kategorien, zu den Teilnahmebedingungen und Terminen des INKOMETA-Awards – finden Sie auf www.inkometa.de.

Rückfragen bitte an:
Madlen Brückner
Mail: inkometa@scmonline.de
Tel.: 030-47989789

Über SCM:
Die School for Communication and Management (SCM) bietet Weiterbildungen im Bereich interne und externe Unternehmenskommunikation an. Darüber hinaus publiziert die SCM das Fachmagazin BEYOND und Fachstudien, realisiert mit thinkBEYOND einen Podcast und vergibt jährlich den INKOMETA-Award für herausragende Projekte der internen Kommunikation.